Warum diese Frage öfter gestellt wird als beantwortet
In vielen Betrieben, die wir sehen, sitzt die Verantwortung für Marketing an einer schiefen Stelle. Sie liegt beim Inhaber, der zwischen Kundenterminen postet. Sie liegt bei einer Person aus dem Verkauf, die nebenher die Website pflegt. Sie liegt bei einer Praktikantin, die schnell einen Kanal ausprobiert. Das Ergebnis kennt jeder, der es einmal so gemacht hat. Vieles ist begonnen, wenig ist wirksam.
Wer aus dieser Lage heraus entscheiden will, ob eine feste Stelle die Antwort ist oder ob die Arbeit besser abgegeben wird, sucht schnell nach einer Faustregel. Es gibt keine Faustregel. Es gibt aber vier Fragen, die vor der Entscheidung stehen sollten, und es gibt Zahlen, mit denen sich rechnen lässt.
Dieser Beitrag ordnet diese Fragen und legt die Zahlen offen, wie wir bei Helda sie in unseren Gesprächen verwenden. Er tut das ohne Werbeaussage und ohne Ergebniszahlen aus unserer Praxis, weil solche Zahlen bei uns ausschliesslich in der Standortbestimmung und nach Freigabe der jeweiligen Kunden kommuniziert werden.
Was eine Marketingfachperson im Betrieb wirklich kostet
Der erste Reflex bei der Frage nach Einstellen oder Abgeben ist der Vergleich Bruttolohn gegen Monatsrechnung. Dieser Vergleich ist falsch, weil der Bruttolohn nicht die Vollkosten einer Anstellung sind.
Als Bruttojahreslohn für eine Marketingfachperson in der Schweiz nennt jobs.ch einen Durchschnitt von rund CHF 85'800 mit einer typischen Spanne zwischen CHF 70'000 und CHF 110'000, abhängig von Erfahrung und Verantwortungsgrad. Lohncheck nennt für vergleichbare Rollen eine mittlere Spanne von rund CHF 70'000 bis CHF 100'000. Diese Werte sind Median-Angaben aus grossen Datensätzen und keine Verhandlungsgrundlage im Einzelfall.
Zu diesem Bruttolohn kommen Arbeitgeberbeiträge, Pensionskasse, Krankentaggeld, Unfallversicherung und Verwaltungskosten. Der Lohnkostenrechner von Moneyland bildet diese Positionen im Detail ab und weist ausdrücklich darauf hin, dass einzelne kantonale Abgaben zusätzlich anfallen. In der Summe ergibt sich für einen Bruttolohn von rund CHF 85'000 ein Arbeitgeber-Aufschlag von etwa 20 bis 25 Prozent, je nach Kanton, Pensionskassenlösung und Familienzulagen. Das ergibt Vollkosten von rund CHF 105'000 bis CHF 125'000 pro Jahr für eine Marketingfachperson mit mittlerer Erfahrung.
Zu diesen Zahlen gehören weitere Positionen, die im Bruttolohn nicht enthalten sind. Einarbeitung und Onboarding. Ferien, Krankheit und Absenzen. Weiterbildung. Software, Lizenzen und Werkzeuge. Ein Arbeitsplatz mit Geräten. Know-how-Verlust bei einer Kündigung. Und das strukturelle Problem einer einzigen Marketingfachperson im Betrieb, die eine Disziplin gut abbildet, aber nicht sechs.
Warum eine einzige Stelle die Aufgabe selten trägt
Vermarktung ist heute nicht ein Beruf, sondern mindestens sechs. Positionierung. Website und Technik. Suchmaschinenoptimierung. Werbeschaltung. Social und Content. Systeme und Automation. Eine einzige Person kann zwei bis drei davon wirklich gut abdecken. Für die anderen bleibt entweder eine spürbare Lücke oder ein zusätzlicher Einkauf von aussen.
Aus unserer Praxis lohnt sich ein internes Marketing-Team mit vollständiger Abdeckung dieser sechs Disziplinen erst ab einer bestimmten Grösse. Grob rechnen wir mit einem Jahresbudget im oberen sechsstelligen Bereich, sobald Personal, Werbebudget, Systeme und externe Spezialisten zusammengerechnet sind. Unter dieser Schwelle produziert ein internes Team Verantwortung, aber selten Wirkung.
Was Auslagerung monatlich kostet
Auf der anderen Seite steht die Auslagerung. Sie kann drei Gestalten haben, und die Preise unterscheiden sich deutlich, weil auch die Verantwortung sich unterscheidet.
Erstens eine Agentur nach Stunden. Sie schuldet ihre Zeit, nicht dein Ergebnis. Die Rechnung entsteht nach Aufwand. Für einen Betrieb mit fünf bis fünfzig Mitarbeitenden bewegen sich reine Agentur-Retainer im Bereich einiger tausend Franken pro Monat, je nach Umfang der abgedeckten Disziplinen.
Zweitens ein Freelancer. Er ist günstig, wenn eine klare Einzelaufgabe abgegeben werden soll. Er ist teuer im Ergebnis, wenn die Steuerung fehlt und der Freelancer ohne Rahmen arbeiten muss.
Drittens ein Mandat mit einem Partner. Es schuldet die Steuerung deiner Vermarktung, nicht Stunden. Bei Helda ist genau das unser Modell. Wir arbeiten in drei Ausbaustufen: Start mit dem Fundament 90 Tage zu einem einmaligen Preis von CHF 14'900, mit einer optionalen Fortführung ab CHF 890 pro Monat. Aufbau mit dem Wachstumsmandat zu einem Startpreis von CHF 29'000 und CHF 3'900 pro Monat. Vollbegleitung im Marktführer-Programm auf Anfrage.
Der Vergleich ist damit nicht Bruttolohn gegen Monatsrechnung, sondern Vollkosten einer neuen Stelle gegen die Kombination aus einem einmaligen Aufbau und einer laufenden Steuerung mit definierten Verantwortlichkeiten.
Was der reine Kostenvergleich verschweigt
Die reine Kostentabelle blendet drei Punkte aus, ohne die eine Entscheidung nicht tragfähig ist.
Erstens Zeit bis Wirkung. Eine neue Stelle braucht Ausschreibung, Auswahl, Kündigungsfrist des Kandidaten, Onboarding. Vom Entscheid bis zur ersten produktiven Woche vergehen realistisch drei bis sechs Monate. Ein Mandat bei uns startet nach der Standortbestimmung meist innerhalb weniger Wochen mit den ersten Massnahmen. Wer schneller Wirkung braucht, entscheidet nicht nur eine Kostenfrage.
Zweitens Bandbreite an Disziplinen. Eine einzige interne Stelle deckt zwei bis drei Disziplinen ab. Ein Mandat bringt die volle Bandbreite von Anfang an ins Haus, ohne dass sechs Anstellungen nötig werden.
Drittens Fixkosten und Umkehrbarkeit. Eine unbefristete Stelle ist ein Fixkostenblock, der über Jahre trägt und im schwachen Quartal nicht abschmilzt. Ein Mandat ist ein Fixkostenblock mit Kündigungsklausel, der sich nach Vereinbarung anpassen lässt. Für Betriebe mit saisonalem Geschäft oder mit einem Marktumfeld in Bewegung ist diese Umkehrbarkeit ein echter Vorteil.
Vier Fragen vor deiner Entscheidung
Aus den Zahlen und aus unserer Praxis lassen sich vier Fragen ableiten, die vor der Entscheidung stehen sollten.
Erstens. Wie hoch ist dein realistisches jährliches Vermarktungsbudget aus Personal, Werbung, Systemen und externen Leistungen. Wenn dieses Budget unter der Grössenordnung liegt, ab der sich ein internes Team rechnet, ist das Team nicht die richtige Antwort.
Zweitens. Wie viele Disziplinen brauchst du gleichzeitig. Wenn du Website, SEO, Werbeschaltung, Social und CRM steuern musst, wirst du mit einer einzigen internen Stelle nicht auskommen. Dann steht die Frage nicht Einstellen gegen Auslagern, sondern Aufbau eines Teams gegen Aufbau einer Steuerung von aussen.
Drittens. Wie schnell brauchst du Wirkung. Eine Stelle liefert die erste sichtbare Wirkung nach dem Onboarding. Ein Mandat startet mit einer priorisierten Reihenfolge nach der Standortbestimmung.
Viertens. Wie viel Verantwortung willst du beim Partner haben. Wenn du eine Person willst, die einen Kanal bedient, dann stell sie ein. Wenn du eine Steuerung willst, die die Vermarktung als System führt und das Ergebnis verantwortet, dann brauchst du ein Mandat mit klaren Verantwortlichkeiten und keinen Retainer, der Stunden verkauft.
Wie wir das rechnen
Wir haben für unsere eigene Position eine einfache Tabelle im Kopf, die wir mit jedem Interessenten offenlegen.
Auf der einen Seite die Vollkosten einer neu rekrutierten internen Marketingfachperson im Betrieb, inklusive Nebenkosten und der Positionen, die im Bruttolohn nicht enthalten sind: Ferien, Krankheit, Onboarding, Weiterbildung, Infrastruktur, Software. In der Grössenordnung von CHF 105'000 bis CHF 125'000 pro Jahr für eine Person mit mittlerer Erfahrung, plus zusätzlicher Einkauf für Disziplinen, die diese Person nicht abdeckt.
Auf der anderen Seite unsere Leistung mit einer klaren Reihenfolge, einer Steuerung als System und definierten Ausbaustufen. Start – Fundament 90 Tage setzt Positionierung, Website und die Grundlagen der Sichtbarkeit. Aufbau – Wachstumsmandat übernimmt die laufende Steuerung mit einer klaren monatlichen Verantwortung. Vollbegleitung – Marktführer-Programm deckt zusätzlich Kanäle, Systeme und Prozesse in einem gemeinsam definierten Umfang ab.
Was am Ende herauskommt, hängt von deinem Betrieb ab. Die Rechnung selbst gehört auf den Tisch, nicht auf eine Werbeseite.
Wo du stehst, wissen wir nach 120 Minuten
Ob in deinem Betrieb eine Anstellung, ein Mandat oder eine Kombination die richtige Antwort ist, entscheidet die Reihenfolge, die zu deinem Budget, deinem Zeitfenster und deiner heutigen Aufstellung passt. Wir schauen das in der Standortbestimmung an. Wir prüfen deine heutigen Vermarktungsausgaben, die Verantwortlichkeiten in deinem Betrieb, die Disziplinen, die du kurzfristig brauchst, und die Reihenfolge, die dir das Beste bringt. Du erhältst eine schriftliche Einordnung mit einem klaren Vergleich der Optionen. Diese Einordnung gehört dir, unabhängig davon, ob du danach mit uns arbeitest.
Die Standortbestimmung kostet CHF 1'490. Entscheidest du dich anschliessend für ein Mandat, rechnen wir sie vollständig an. Auf eine Anfrage melden wir uns am gleichen Werktag.



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